Industrial Internet of Things 2016: Trends für Industrie 4.0

Der Beginn des neuen Jahres bedeutet die Gelegenheit, die eine oder andere Prognose zu betrachten, die zum Industrial Internet of Things aka Industrie 4.0 für die deutsche Wirtschaft, als Ausblick auf 2016 veröffentlicht wurde. Hierfür haben wir aktuelle Trends und Schwerpunkte ausgewählt, die von Unternehmen, in Blogs und IT-Fachmedien vorgestellt wurden.

Laut einer Prognose von Cisco wird der globale Internet of Things (IoT) Markt bis 2022 ein wirtschaftliches Volumen von 17,5 Billionen Euro (19 Trn. US-Dollar) umfassen. Für Ausgaben im Industrial Internet of Things hat das Marktforschungsunternehmen im Bereich Halbleiter, IC Insights, einen Anstieg des Umsatzes auf 11,5 Milliarden Euro (12,4 Mrd. US-Dollar) in 2015 vorausgesagt – ausgehend von 5,9 Milliarden Euro (6,4 Mrd. US-Dollar) in 2012.

Infographic Oracle Internet of Things Cisco numbers 2014

– Quelle / Infografik-Ausschnitt: Oracle (2014) via Visually

In diesem Zuge sollen laut IC Insights bis 2020 30 Milliarden Internetverbindungen bestehen, davon 85 Prozent vernetzter „Dinge“, also Geräte, Sensoren und Messinstrumente, Dienste sowie M2M-Kommunikation im IoT. Zum Vergleich lag im Jahr 2000 mit rund 480 Millionen Internetverbindungen der Anteil bei 15 Prozent Anteil IoT-Nutzung und 85 Prozent direkter Online-Zugang für eine Web-Nutzung durch Menschen.
Cisco geht bereits von 50 Milliarden IoT-Anbindungen aus (ausgehend von 200 Millionen Things in 2000).

Das Industrial Internet of Things im Bereich der Fertigungsindustrie wächst Schätzungen zufolge von 3,8 Milliarden Euro (4,1 Mrd. US-Dollar) in 2015 auf 12,5 Milliarden Euro (13,5 Mrd. US-Dollar) im Jahr 2020, mit einer jährlichen Wachstumsrate von annähernd 27 Prozent.

Cisco Schaubild Figure Rapid Growth of the Number of Things Connected to the Internet 2013

– Quelle / Schaubild: Cisco

Im Angebot von Industrie 4.0-Diensten im B2B-Bereich werden weiter verbesserte Transparenz und höhere Geschwindigkeit sowie Veränderungsbereitschaft erwartet. In einer Experten-Gesprächsrunde des IT-Fachmagazins Computerwoche mit IT-Managern Ende 2015 betonten die eingeladenen Teilnehmer, dass der Prozess der Digitalisierung besonders mehr Freiraum und größeren Mut zur fortlaufenden Change-Prozessen innerhalb von beteiligten Unternehmen voraussetze sowie ein höheres Handlungs- und Entscheidungstempo von Geschäftskunden erwartet werde, weil bereits automatisierte Prozesse nun im Zuge der Digitalisierung miteinander vernetzt würden.

Die Gewährleistung von IT-Sicherheit spielt weiterhin eine große Rolle bei der Adaption neuer Technologien. Einer Studie der Unternehmensberatung Accenture zufolge, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde, gibt knapp die Hälfte (47 Prozent) von insgesamt 28.000 Befragten aus 28 Ländern Sicherheitsbedenken und Datenschutz als Grund an, wenn es darum geht, vernetzte Geräte und Dienste im Internet der Dinge nicht zu nutzen.

In seinem Trend Report stellt Robert Brunbäck, Vice President Internet of Things, Telenor Group, Neuheiten vor, welche er bei der CES (Consumer Electronics Show) Anfang Januar 2016 entdeckt hat. Darunter sind Technologien, die für den industriellen Einsatz entwickelt wurden und nun auch im Alltag der privaten Nutzung Einzug halten könnten. Dazu gehören unter anderem vernetzte Produktion im Mikrobereich (Connected micro-production), neu angewandte Eingabemöglichkeiten (Interfaces redefined) sowie ein weit verbreiteter Einsatz elektrisch angetriebener Fortbewegungsmöglichkeiten (E-transportation going mainstream).

Über den neuen WLAN-Standard Wi-Fi HaLow, von dem eine Erhöhung der Konnektivität von Geräten und Anwendungen im industriellen Internet der Dinge, für die Smart City sowie im Smart Home-Bereich erwartet wird, sind weitere Details veröffentlicht worden. Demnach wird die Reichweite angesichts des neuartigen, sehr niedrigem Energieverbrauchs auch Wände durchdringen können, allerdings für eher geringe Datendurchsätze – entgegen des Trends eines immer höheren Datenaufkommens – da hierbei zunächst eine eingeschränkte Geschwindigkeit zu erwarten ist.

Dies steht im Gegensatz zum noch recht jungen Li-Fi, das im Vergleich zum bisherigen WLAN, bis zu einhundert Mal schneller sein soll. Sein Entdecker, der Wissenschaftler Harold Hass, Professor of Mobile Communications, School of Engineering, University of Edinburgh, hatte bei einem Auftritt beim TEDGlobal 2011 erstmals die Möglichkeiten beschrieben. Mehr dazu im folgenden Video:

– Quelle / Video: TEDTalks

– Quelle / Titelfoto: Telenor Connexion

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