Potential und Herausforderungen der Digitalisierung für Unternehmen

Die Ausgestaltung von Industrie 4.0 und der Wandel zur digitalen Produktion bieten für Unternehmen viel Potential für technische Innovationen, neue Geschäftsmodelle und Ausbau des Geschäftserfolgs. Ausgangslage und Situation für die Digitalisierung sind gegenwärtig gut bis sehr gut, gemessen an Aussagen über die Vorreiter-Rolle der zentralen industriellen Branchen, Initiativen und Kooperationen und zu erwartende Aktivitäten. Was sind aktuell die Herausforderungen für Unternehmen auf dem Weg zum Industrial Internet of Things?

Auf leisen Sohlen hat sich die digitale Revolution bereits verbreitet, besonders unter den mittelständischen deutschen Unternehmen. Dies lässt sich nicht nur vermuten, sondern lässt sich seit geraumer Zeit aus den Produktangeboten, Geschäftstätigkeiten und wirtschaftlichen Ergebnissen beteiligter Unternehmen herauslesen.

Die IT2Industry Fachkonferenz wird auch in diesem Jahr Kernfelder und brennende Themen aus Industrie 4.0 aufgreifen. Erstmals wird die Fachmesse und Open Conference für intelligente, digital vernetzte Arbeitswelten 2015 vier Tage Programm bieten – vom 10. bis 13. November parallel zur productronica in München.

Durch IT-Investitionen von Digitalisierung profitieren

Bereits heute steht fest: Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert von positiven Effekten durch Industrie 4.0 – so lautet das Resumée der Studie „Industry 4.0: The Future of Productivity and Growth in Manufacturing Industries“ von der Marktanalyse-Gruppe bcg.perspectives (The Boston Consulting Group, BCG).

Um an der Digitalisierung zu profitieren, entsteht für Unternehmen ein IT-Investitionsbedarf in Höhe von 1 bis 1,5 Prozent ihres jeweiligen Umsatzes. Dies entspricht 250 Milliarden Euro für Deutschland bis zum Jahr 2025.

Die Herausforderungen schätzt Markus Lorenz, Partner BCG, als einer der Mitautoren so ein:

Produzenten und Ausrüster sind (…) darauf angewiesen, ihre IT-Kompetenz künftig stärker auszubauen, wenn sie mithalten wollen. Software- und IT-Unternehmen treten zunehmend in den Wettbewerb mit Industrieausrüstern und Maschinenbauern.

Befragung: Industrie 4.0 bis 2025 in Unternehmen etabliert

Neue Zahlen zum Stand der digitalen Transformation von Unternehmen in Deutschland liefert der aktuelle „Trendreport Elektro- und Informationstechnik 2015: Schwerpunkt Industrie 4.0“ vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE), der dazu 242 Mitarbeiter aus 1.300 VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen befragt hat.

Demnach erwarten 70 Prozent der Befragten, dass Industrie 4.0 bis spätestens 2025 kommt. Unter den fertigenden Industriebranchen werden von Industrie 4.0 voraussichtlich am meisten diese profitieren:

  • Automobilbau (72 Prozent)
  • Maschinenbau (66 Prozent)
  • Elektrotechnik (38 Prozent)
  • Logistik (36 Prozent)

Immerhin 40 Prozent glauben, dass Deutschland zum Leitanbieter für Industrie 4.0 wird. Als wesentlich für Industrie 4.0 werden die folgenden Technologien angesehen:

  • Automatisierung (67 Prozent)
  • IT-Sicherheit (62 Prozent)
  • Cyber Physical Systems (CPS) / Embedded Systems sowie Optoelektronik/Sensorik (48 Prozent)
  • Neue Mensch-Maschine-Schnittstellen, Robotik, Funkkommunikation und Autonome Systeme (38 Prozent)
  • Cloud & Big Data (27 Prozent)

Digitalisierung findet in kleinen und großen Unternehmen statt

Mehr in IT oder Automatisierung investiert etwa jedes sechste Unternehmen, darunter hauptsächlich kleine Unternehmen (unter 100 Mitarbeiter).

  • 34 Prozent der Unternehmen befassen sich mit Industrie 4.0.
  • 70 Prozent befinden sich in der Beobachtungs- bzw. Analysephase.
  • Etwa ein Viertel sind in der Planungs- bzw. Testphase
  • Ein Drittel beschäftigt sich in operativen Einzelprojekten mit Industrie 4.0, darunter 75 Prozent große Unternehmen (mit mehr als 5.000 Beschäftigten).

Eine Befragung von Fachkräften und Führungsmitarbeitern im fertigenden Gewerbe durch die IT-Marktanalysten von IDC illustriert die folgende Infografik (Juni 2014):

Infografik Industrie 4.0 Deutschland IDC

– Quelle / Infografik: © IDC Central Europe

Eine neue Gelegenheit bietet der Start bzw. die Neuausrichtung der „Plattform Industrie 4.0″  nach dem Kompetenzgerangel um die bereits vorhandene Verbände-Plattform. Nachdem die Beiträge zur Integration von Lösungen, Konzepten und Visionen, deren Aktivitäten, Resultate und Außenwirkung bisher eher spärlich waren, eröffnen sich für Unternehmen große Chancen.

 


In den internationalen Wirtschaftsräumen laufen bereits umfassende Aktivitäten zum Industrial Internet of Things. Der Blick auf den globalen Wettbewerb zeigt, wie es um das Industrie 4.0 und Informationstechnologie in der gesamten Wertschöpfungskette von Industrie und deren umgebende Branchen steht – bei Forschung und Entwicklung, Produktion und deren Steuerung, Wartung und Service, Logistik, Entsorgung und Umwelt sowie Analyse und Business Intelligence. Gleichermaßen vollzieht sich ein Wandel in der Gesellschaft unter den Berufstätigen, da in hohem Maße die zukünftige Entwicklung und Gestaltung von Arbeit beeinflusst werden.

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