Das Internet der Dinge hat erhebliche Auswirkungen auf Geschäftsmodelle, Unternehmensprozesse und IT-Infrastrukturen

– Gastbeitrag von Philip Schalla, PAC –

Philipp Schalla PACDas Internet der Dinge wird als Basistechnologie Prozesse und Wertschöpfung in vielen verschiedenen Branchen beeinflussen. Unternehmen sollten sich bereits heute mit der Überarbeitung und Anpassung ihrer bewährten Geschäftsmodelle beschäftigen, um die Potenziale dieser Technologie voll ausschöpfen zu können. Dabei benötigen sie eine IT-Infrastruktur, die sich flexibel und zeitnah an sich ändernde Anforderungen seitens der Prozesse und Geschäftsmodelle anpassen lässt.

Pierre Audoin Consultants (PAC) definiert das „Internet der Dinge“ als die Weiterführung des klassischen Internets, wobei physische, bisher „passive“ Objekte an das Internet angebunden und in die Lage versetzt werden, untereinander und mit Backend-Systemen aktiv zu kommunizieren. Diese so genannten „Cyber Physical Systems“ sind dabei in der Lage, sowohl Daten als auch Anweisungen zu erheben, zu erhalten, zu verarbeiten und weiterzugeben.

Dabei stellt aus Sicht von PAC das Internet der Dinge jedoch keinen eigenen Markt dar. Ähnlich wie das Internet an sich, ist auch das Internet der Dinge als Basistechnologie zu verstehen. Im Vergleich zum etablierten Internet muss das entstehende Internet der Dinge mit einem höheren Volumen an Kommunikation und Daten zurechtkommen.

Digitalisierung: Geschäftsmodelle anpassen – Anwendungen effizient zusammenführen

Anwendungsfälle für das Internet der Dinge finden sich überall entlang der betrieblichen Wertschöpfungskette: im Produktionsprozess, im Endprodukt oder in nachgelagerten Dienstleistungen. Wo und in welcher Form das Internet der Dinge eingesetzt wird, ist aktuell unter dem Thema „Digitalisierung“ Bestandteil der Strategieplanungen vieler Unternehmen. Dies zeigt, dass es die Transformation von physischen Gütern hin zu digitalen Dienstleistungen weiter vorantreiben wird.

Durch die Nutzung dieser Technologie verändern sich etablierte Geschäftsmodelle von Unternehmen in zahlreichen Branchen. Beispiele hierfür sind bereits vielfach in der Wirtschaft zu finden, sei es im Umfeld der Energieversorgung das Thema „Smart Meter/Smart Grid“, in der Medizintechnologie bei der Entwicklung von Herzschrittmachern, in der Konsumgüterindustrie bei der Entwicklung von „intelligenten Kleidungsstücken“ oder in der Automobilbranche das Thema „Connected Car“.

Solche Innovationen sind nicht zuletzt deshalb möglich, weil die einzelnen technologischen Bausteine des Internets der Dinge mittlerweile ausgereift und zu wirtschaftlich vernünftigen Rahmenbedingungen am Markt verfügbar sind. Es wird nun vor allem darum gehen, diese Bausteine zu erfolgreichen Anwendungen effizient zusammenzuführen.

Einsteig ins IoT beeinflusst IT im Unternehmen

Doch um die neuen Möglichkeiten durch das Internet der Dinge zu nutzen, müssen Unternehmen vor allem ihre Prozesse anpassen. Dies gilt ganz besonders dann, wenn das Internet der Dinge in den internen Abläufen genutzt wird, beispielsweise in der Produktion. Doch auch die Anbindung der jeweiligen Endprodukte an das Internet der Dinge erfordert eine nicht minder signifikante Anpassung der Produktions-, Vertriebs- und Serviceprozesse.

Dies wiederum wird sich direkt auf die Softwarelandschaften sowie nachgelagerte IT-Service Anforderungen der Unternehmen auswirken. Dabei haben die einzelnen Technologien und Themenfelder des Internets der Dinge wie etwa Mobility, Cloud, Analytics, Geräte-Interaktionen sowie End-User-Schnittstellen jeweils unterschiedlich starken Einfluss auf die IT-Infrastrukturen, je nach Geschäftsmodell und IT-Reifegrad eines Unternehmens.

Unternehmen sollten sich bereits heute mit den Chancen und Risiken auseinander setzen, die diese Technologie für ihren Wirtschaftszweig bereit hält. Sollte dies aufgrund einer starken operativen Auslastung oder einer mangelhaften Informationsbasis nicht selbstständig möglich sein, stellt die Unterstützung durch externe IT-Dienstleister und Berater eine sinnvolle Option dar.

Differenzierungspotenzial des Themas Internet der Dinge groß genug

Die schlechteste Option wäre dahingegen, sich nicht aktiv mit dem Thema zu beschäftigen und erst einmal abzuwarten. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt ist das Differenzierungspotenzial des Themas noch groß genug, um selbst mit der Einführung kleiner, schrittweiser Innovationen eine beachtliche Fülle an Marktchancen nutzen zu können. Und wie man bereits mit kleinen Innovationen ganze Märkte neu definieren kann, haben nicht zuletzt Unternehmen wie Apple oder Google in den letzten Jahren erfolgreich gezeigt.

– Über Philipp Schalla

Philipp Schalla ist seit 2005 im Bereich Software IT Service tätig und arbeitet seit 2008 für PAC. Zu seinen Hauptaufgabengebieten zählen neben der IT Service Industrie in Österreich auch der deutsche Markt für Embedded Systeme in der Wissenschaft und Industrie. Darüber hinaus beinhaltet seine Tätigkeit Application Management und Business Application Software. Vor seinem Wechsel zu PAC arbeitete Philipp Schalla als Process Consultant für Siemens IT Solutions and Services.
Philip Schalla schreibt im PAC Blog und twittert unter @PhilippSchalla.

 

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