Drei Fragen an: Dr.-Ing. Olaf Sauer, Fraunhofer IOSB

Fraunh2014Port-2437In unserer Rubrik „3 Fragen an…“ stellen wir Ihnen bereits im Vorfeld der IT2Industry Sprecher und Themen der Konferenz vor. Am 11. November wird Dr.-Ing. Olaf SauerFraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (Fraunhofer IOSB), im Themenbereich Industriesoftware einen Vortrag mit dem Titel „Trends bei produktionsnaher Informationstechnik – wie sieht die IT für die Fabrik der Zukunft aus?“ halten.

Zu den Kernbotschaften seiner Präsentation zählen:

  • Die bisher eher monolithisch anmutenden MES-Systeme wandeln sich hin zu Service-orientierten Architekturen. Ziel der Serviceorientierung kann es nur sein, Services unterschiedlicher Anbieter zu kombinieren.
  • Interoperabilität und Plug-and-Work-Fähigkeit: Intelligente Komponenten ‚kennen‘ ihre Fähigkeiten und ‚wissen‘, in welche Anlagen sie eingebaut werden können.
  • Condition Monitoring und MES verschmelzen

Vorab hat Olaf Sauer für den IT2Industry Blog drei Fragen zum industriellen Internet der Dinge beantwortet:

IT2I: Was sind Ihre Erwartungen an Industrie 4.0? 

OS: „Meine Erwartung ist, dass sich Deutschland tatsächlich zum Leitmarkt und Leitanbieter für Industrie 4.0-Technologien entwickelt. Ich erwarte einen Technologie- und auch Rationalisierungsschub, wenn auch Mittelständler den Nutzen für sich und ihre Kunden entdecken.“

IT2I: Wie beurteilen Sie das Konzept der IT2Industry, parallel zu den Weltleitmessen Automatica, Electronica und Productronica stattzufinden? 

OS: „Dass der Kongress parallel zu den Messen stattfindet, verhilft dem Thema hoffentlich zu einer weiteren Verbreitung.“

IT2I: Welche Voraussetzungen müssen weiterhin geschaffen werden, damit das Internet der Dinge auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ankommt?

OS: „Wir brauchen dringend Standards zur Interoperabilität, damit sich das Thema durchsetzt sowie Security-Lösungen auf Basis heute bereits verfügbarer Technologien. Außerdem werden aus meiner Sicht praxistaugliche Demonstratoren und Geschäftsmodelle für Industrie 4.0 benötigt, damit auch der Nutzen auch für den Mittelstand greifbar wird.“

Über Olaf Sauer:

Dr.-Ing. Olaf Sauer studierte an der Universität Karlsruhe und promovierte bei Professor Spur in Berlin. Anschließend arbeitete er bei Bombardier Transportation. Ab dem Jahr 2000 baute er die Metroplan Produktion GmbH auf. Von 2004 bis 2011 leitete Dr. Sauer den Bereich Leitsysteme am Fraunhofer IOSB. Seit 2012 ist er Stellvertreter des Institutsleiters, Lehrbeauftragter am KIT, Vorsitzender des Fachbeirats Informationstechnik des VDI sowie Mitglied des Vorstandes der Wirtschaftsstiftung Südwest.
– Olaf Sauer twittert unter @olafblues01.

 

 

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