Was Unternehmen beim Einstieg ins Industrielle Internet der Dinge beachten müssen

IT2Industry IT2I 2014 Unternehmen Einstieg Internet der Dinge Start Industrial Internet of Things IoTBig Data, Share Economy, Deep Web: Die IT-Branche verfügt über die außergewöhnliche Fähigkeit, zu identifizieren, was „The Next Big Thing“ sein könnte. Denn sie liebt neue Trends und schafft in schöner Regelmäßigkeit neue Schlagworte zur Bezeichnung des Fortschritts. Um den Hype für solche Technologien zu erfassen existiert der jährlich veröffentlichte Gartner Hype Cycle, der ansteigende und sinkende Relevanz kommender und verfügbarer Technologien einzuordnen versucht. Derzeit ist es das Industrielle Internet der Dinge, welches omnipräsent Kommunikation und Berichterstattung prägt, demnächst „smarte Roboter„.

Doch was kann tatsächlich Definition von Internet of Things, Internet of Services und – weiterführender – Internet of Everything bezeichnet werden? Was sind die elementaren Herleitungen und Felder, wo es Anwendung finden kann und wird? Wenn es die wirtschaftliche Entwicklung und Ausgestaltung geht: Wie können sich daran interessierte und prädestinierte Unternehmen entsprechend vorbereiten, strategisch vorbereiten und nachhaltig aktiv werden? IT2Industry Gartner Hype Cycle 2014 Internet of Tings IOT

– Quelle / Hype Cycle: Gartner

Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt existieren mehrere unterschiedliche und durchaus interpretierbare Definitionen.

Worum es beim Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) jedoch wirklich geht, sind Netzwerke, netzwerkfähige Endgeräte, Abläufe und Prozesse, die Nutzer – und letztlich darum, wie dies alles miteinander verknüpft wird.

Die Technologien, die dies ermöglichen, sind Mobilität, Cloud Computing, Big Data Analyse und Social – dafür steht der Begriff SMAC als Abkürzung.

Durch Verarbeitung von Sensor-erhobenen Daten in Echtzeit wird IoT beteiligte Unternehmen effizienter und intelligenter gestalten. Mit IoT werden sie in die Lage versetzt, mehr innovative Produkte und Leistungen anzubieten, was zu einer höheren Kundenzufriedenheit und damit zu mehr Umsatz führt.

Mehr Daten – tiefe Auswertung – größeres Angebot

Der Handel beispielsweise hat jahrelang auf effektive Weise RFID-Technologie zur Datenübertragung genutzt. Das Internet der Dinge kann nun wirksamen Einfluss auf die Lieferkette haben. Sensoren an den Regalen, den Produkten, einzelnen Komponenten, bis hin zur in der Logistik, möglicherweise bereits im Bereich der Rohstoffe, würde es leichter machen, den Weg der Materialien von der Produktionsstätte über Lager bis zu den Verkaufsstätten zu verfolgen. Daneben könnte es auch für eine intelligentere Lagerhaltung sorgen. Besonders nützlich wäre dies für Produkte, die eine kurze Haltbarkeit haben. Etwa könnten Lebensmittel frischer in den Regalen landen, wenn sie schneller geliefert würden. Zugleich hätten Verbraucher mehr Möglichkeiten, Produkte auszuwählen und zu kaufen, vielleicht sogar ohne das es erforderlich wäre, einen lokalen Laden zu besuchen.

Das Internet der Dinge wird das Shopping-Erlebnis im Geschäft erheblich verbessern. Das Marketing wird in der Lage sein, Informationen über neue Kanäle an Kunden zu senden, genau zum richtigen Zeitpunkt und am passenden Ort. Auch die Kaufsituation wird für die Verbraucher verbessert: durch intelligente Automaten, Zahlungen mit NFC-fähigen (Near Field Communication) Mobiltelefone und innovative Möglichkeiten, um das Produkt zu nutzen.

Als Unternehmen auf das Industrielle Internet der Dinge vorbereiten

Wie kann es gelingen, Vernetzung und Interaktion in bestehende, erfolgreiche Systeme einzufügen? Neben einer Vielzahl von Details, die für ein jedes Unternehmen eine Rolle spielen können, lassen sich grundlegende Bausteine identifizieren, die IoT maßgeblich vorantreiben:

Etablierung von Infrastruktur – Das die Geräte im Internet der Dinge eine Menge Daten erzeugen werden, wird es einen Bedarf geben, diese in Echtzeit für schnellere Geschäftsentscheidungen zu analysieren und zu verarbeiten. Daher wird die vorhandene IT aufgerüstet werden müssen und dabei besonders die Backend-Infrastruktur: für Hochleistungscomputer, Hochleistungsnetzwerke, In-Memory-Datenbanken und Analyse-Lösungen.

Integration in Geschäftsprozesse – Angesichts größerer Datenmengen und der Notwendigkeit, sie in Echtzeit zu verarbeiten, entsteht der Bedarf, die vorhandenen Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse zu überarbeiten. Die Art, wie Daten erfasst, gespeichert, verarbeitet werden und wie danach gehandelt wird, muss mit Sicherheit angepasst werden.

Die Analysten von Gartner vermuten, dass das Internet der Dinge bis zum Jahr 2020 26 Milliarden Geräte eingerichtet werden. Dadurch eine entsteht eine immense Chance für Anbieter rund um Produkte und Dienste für das Internet of Things. Schätzungen liegen bei Umsätzen von über 300 Milliarden US-Dollar – mehrheitlich durch Dienstleistungen wie etwa IT-Sicherheit. Global Player wie GE und Cisco sind bereits dabei, sich hier einen Vorsprung zu sichern.

Auf diese Weise entsteht ein ganz neues Feld des Industrial Internet of Things – eine Definition:

The IIoT refers to industrial objects, or „things,“ that automatically communicate over a network—without human-to-human or human-to-computer interaction—to share information and take action, often autonomously. Because of the unforgiving environments in which these industrial devices exist—including harsh physical conditions and mission-critical processes—IIoT solutions must meet the challenging requirements of industrial-strength reliability, hardened security, wired and wireless connectivity, and backwards compatibility with large installations of legacy devices.

– Varun Nagaraj, SVP Internet of Things, Echolon
// McRock Capital: The IIoT Report: The Industrial Internet of Things

Grafik IT2Industry IT2I 2014 Internet of Things IoT Typen– Quelle / Grafik: Echolon viaembedded.com

Chance für Management und IT-Industrie

Für die Akzeptanz und die Umsetzung des Internet der Dinge in der Industrie bedingt, dass sich einige elementare Rahmenbedingungen ändern:

  1. Unternehmen können sich durch eine eine Erneuerung ihrer IT-Infrastruktur, Überarbeitung und Anpassung ihrer Prozesse und Geschäftsmodelle sowie Aufklärung über das Internet der Dinge unter den Mitarbeitern vorbereiten.
  2. Es müssen allgemeine Industriestandards, Compliance, Rahmenbedingungen und technische Protokolle geschaffen werden, die durch anerkannte Gremien überwacht werden, wie das kürzlich in den USA gegründete Industrial Internet Consortium (IIC).
  3. Unternehmen müssen sich im klaren darüber sein, was sie mit  dem IoT erreichen wollen – von Anfang an mit dem Ziel im Blick. Fokus auf Geschäftsziele mit Ihren Kunden. Durch die Nutzung dieser Positionierung jetzt sind Lösungsanbieter in der Lage, in relevanten Begriffe direkt zu sprechen, und sind in der Lage, dies zu tun in jedem Raum und mit jedem Satz von Systemen und Lösungen.

Das Internet der Dinge bietet eine Fülle neuer Möglichkeiten rund um die IT-Systeme, die in Betracht gezogen und in Zukunft umgesetzt werden können. Vergleichsweise einfache Anpassungen in einer Unternehmensstrategie können größere Effekte erzielen, bereits heute und in der Zukunft.

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