Produktion, Vernetzung, Cyberrisiken: IT-Sicherheit zur IT2Industry 2015

Die IT-Sicherheit ist von zentraler Bedeutung für die fortschreitende Digitalisierung der Industrie, dies zeigen Befragungen unter Unternehmen, Anwendern und Integratoren. Daher greift das Programm der Open Conference der IT2Industry 2015 vom 10. bis 13. November das Thema in zahlreichen, unterschiedlichen Vorträgen auf. Fachleute u.a. von arvato SystemsInsys icom, RadarServices Smart IT-Security und Schürmann Wolschendorf Dreyer Rechtsanwälte zeigen in ihren Konferenzbeiträgen den aktuellen Stand zur Sicherheit der Produktionsdaten, sicher vernetzten Produktionsanlagen und präsentieren Strategien zur Erhöhung der Cybersicherheit sowie Einschätzungen über das neue IT-Sicherheitsgesetz.

IT-Sicherheit und neue Servicemodelle für vernetzte Produktionsunternehmen zeigt Tina Marx, Leitung Sales Manufacturing, arvato Systemsin ihrem Vortrag “Trusted Data Port – der sichere Hafen für Ihre Produktionsdaten” (10. November 2015, 12:30 Uhr). Dabei werden Herausforderungen beleuchtet, wie sich mit aktueller Industrial IT Vorteile für Kunden generieren und Wettbewerbsvorteile realisieren lassen, Production-IT, Office-IT und Logistic-IT – effektiv genutzt und kombiniert werden können und wie es möglich ist, große Datenmengen zu beherrschen.

Foto Portrait Tina Marx arvato SystemsProduktionsdaten interessieren demnach viele – aus unterschiedlichen Motivationen, mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen. Wie schafft man es aber, den richtigen Nutzern die richtigen Daten zur Verfügung zu stellen? Und wie kann ich als Produktionsunternehmen Wettbewerbsvorteile dadurch realisieren?

Beispielsweise bieten Maschinen- und Anlagenbauer an, eine bedarfsgerechte Wartung und eine Zustandsüberwachung der Maschinen und Anlagen bei ihren Kunden durchzuführen. Dazu benötigen sie Zugriff auf die Daten, die die Maschinen- und Fertigungsanlagen im Shop Floor der Kunden erzeugen. Mittels des “Trusted Data Port”-Konzeptes kann autorisiert auf Daten auch außerhalb von sensiblen Produktionsnetzwerken zugegriffen werden.

Dr. Werner EberleIn seinem Vortrag “Sichere Fernanbindung von Anlagen – machen Sie Ihre Produktion fit für die Zukunft“(Mittwoch, 11. November 2015, 11:00 Uhr) spricht Dr. Werner Eberle, Senior Technical Consultant, INSYS icom, über Vorteile, Chancen und Risiken vernetzter Produktionsanlagen, beschreibt Sicherheitskriterien bei M2M-Anwendungen und zeigt Applikationsbeispiele aus der Praxis. Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten, besonders auch Fachleute aus den Bereichen Maschinen und Anlagenbaus sowie Mess-, Steuer- und Automatisierungstechnik, die das Thema M2M angehen und zunächst einen Überblick über ihre Möglichkeiten erhalten möchten.

Dazu schreibt Dr. Eberle:

In der Wertschöpfungskette eines jeden Unternehmens gibt es eine Vielzahl von Optimierungsmöglichkeiten. Jedoch scheint die Anbindung an ein Fernwartungssystem in vielen Produktionen, gerade dem Mittelstand, noch immer Bauchschmerzen zu bereiten. Dabei liegen die Vorteile vernetzter Produktionsanlagen auf der Hand. Durch die Möglichkeit aus der Ferne auf die einzelnen Anlagenteile zuzugreifen, können nicht nur Serviceeinsätze vermindert, sondern auch Ereignisse schnell erkannt und damit Stillstandzeiten verhindert werden.

Dr. Johannes Franck

IT-Sicherheit in Deutschland: Cyber Security durch neues Gesetz

Die “Herausforderungen für Unternehmen durch das neue IT-Sicherheitsgesetz stellt Dr. Johannes Franck von der Kanzlei Schürmann Wolschendorf Dreyer Rechtsanwälte in seinem Vortrag (Mittwoch, 11. November 2015, 10:30 Uhr) vor.

Das IT-Sicherheitsgesetz ist am 24.07.2015 in Kraft getreten. Es stellt erhöhte Anforderungen an die IT-Sicherheit von bestimmten Unternehmen, die Betreiber sogenannter „Kritischer Infrastrukturen“ sind, darunter Branchen wie Energie, IT/TK, Transport/Verkehr, Wasser, Medien, und verpflichtet diese zugleich, IT-Sicherheitsvorfälle – wie Cyberattacken – unter gewissen Voraussetzungen den zuständigen Behörden (BSI bzw. Bundesnetzagentur) zu melden. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder. Die Sicherheit informationstechnischer Systeme in Deutschland soll damit insgesamt erhöht werden.

Im Vortrag geht Dr. Franck auf entsprechende, offene Fragen zum IT-Sicherheitsgesetz ein, zeigt, was Unternehmen beachten sollten, und bietet konkrete Handlungshilfen für den Umgang mit Behörden und Krisenkommunikation: Welche Änderungen ergeben sich hieraus für Unternehmen? Was müssen Betreiber Kritischer Infrastrukturen beachten? Wie und bis wann müssen die Anforderungen umgesetzt werden?

Die nächste Welle kommt – Schlüsselstrategien für die effektive Bekämpfung von Cyberrisiken” ist Thema des Vortrags von Mag. Sebastian Michels, RadarServices Smart IT-Security (Dienstag, 10. November 2015, 13:00 Uhr).

Neben Sicherheitsstrategien für ein effektives und effizientes IT-Security Monitoring und IT-Risikomanagement zur Erhöhung der Cybersicherheit wird die Bedeutung kontinuierlicher, proaktiver IT-Risikoerkennung erläutert und der Mehrwert von „IT-Security made in Europe“ dargestellt.

IT-Sicherheit ist heute die Voraussetzung für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Zum Schutz der Daten werden zahlreiche Maßnahmen getroffen. Durch die umfassende Vernetzung der IT-Systeme entstehen jedoch ständig neue Einfallstore für Angriffe von innen und außen. Ein kontinuierliches und zentrales IT Security Monitoring der IT-Infrastruktur und ihrer Komponenten ist unabdingbar.

Weiter zum Konferenz-Programm der IT2Industry 2015

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