ITandEnergy – Podiumsdiskussion bei der IT2Industry 2015

Logo ITandENERGY (Klein)Das Management von Informationen und Diensten aus den strategisch wichtigen Bereichen IT und Energie wird immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor für einen Industriestandort. Es geht hierbei um nichts weniger als die Energieeffizienz zu steigern, Nachhaltigkeit zu sichern, Kosten zu senken, Innovationen zu fördern und Wachstumsmärkte zu erschließen.

Podiumsdiskussion am Donnerstag, 12. November 2015 von 16:00 bis 17:00 Uhr im Rahmen der IT2Industry auf der productronica, Messe München, Halle B3.OpenConference:

Informationen zu den Beiträgen der Diskussionsteilnehmer:

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Werner Reuss

Digital Excellence – Von Big Data über Smart Data und Smart Services zum nachhaltigen Unternehmen (Werner Reuss, Microsoft Deutschland)

Ganzheitliche Datenauswertungen helfen, Ressourcen zu sparend und flexibel auf unvorhersehbare Ereignisse zu reagieren. Microsoft Azure Event Hub ermöglicht es, Daten, über die Cloud zu empfangen und zu verarbeiten. Das System speist die erhobenen Daten in ein Analyse-Tool, mit dessen Hilfe die Datenmenge ausgewertet werden kann. Die Ergebnisse werden anschließend in Dashboards aufbereitet und visualisiert, um den zuständigen Personen rasche Entscheidungen zu erlauben. Die Cloud hilft dabei, Kosten für Server und Software zu sparen. Stattdessen können die Anwender sich voll und ganz auf ihr Geschäftsprozesse konzentrieren.

Peter Eilers
Peter Eilers

Effizienz braucht Transparenz (Peter Eilers, Bilfinger Efficiency)

Transparenz ist der Schlüssel für Unternehmer vorhandene Energie-Einsparmöglichkeiten nachhaltig zu erschließen. Doch wie geht man hier am besten vor? Woher weiß man, welche Effizienz-Maßnahmen die größten Potenziale versprechen? Zunächst müssen Energieeffizienz-Potenziale identifiziert und anschließend analysiert werden. Auf dieser Grundlage können dann wirtschaftliche Energieeinsparungen abgeleitet und, bei Umsetzung durch einen Energiedienstleister, auch garantiert werden. Eine umfassende Darstellung der Maßnahmen zur energetischen Optimierung macht die Prozesse sichtbar und trägt zur Transparenz bei.

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Dr. Franz Georg Strauß

Richten Sie Ihr Licht auf die Nachhaltigkeit Ihres Unternehmens (Dr. Franz Georg Strauß, Verband gewerbliche und öffentliche Beleuchtung)

Die Energiewende in Deutschland vollzieht sich mit zwei Geschwindigkeiten. Währenddem man bei Ausbau der regenerativen Energien schneller als erwartet vorankommt, hinkt die Energieeinsparung hinterher. Untersuchungen zeigen, dass hier aber erhebliches Potential liegt: Energie, die nicht verbraucht wird, muss nicht erzeugt und auch nicht bezahlt werden. Eine Maßnahme zur Einsparung ist die Umrüstung auf moderne LED- Beleuchtung. Hier muss man aber neben dem wirtschaftlichen Grund auch die anderen Komponenten sehen:

– die soziale, dem Mitarbeiter betreffenden: ausreichendes Licht mit einem gesunden Farbspektrum erhöht die Qualität des Arbeitsplatzes, in Zeiten von Facharbeitermangel ein wichtiges Argument,

– die ökologische, die Belastung der Umwelt betreffende: immer mehr Verbraucher fragen nach dem CO₂- Fußabdruck und der Umweltbilanz.

Alle drei Komponenten zusammen, wirtschaftlich, sozial und ökologisch decken den Begriff der Nachhaltigkeit ab, der im Bereich der Wirtschaft immer mehr von Kunden und der Politik eingefordert wird: Effizienz des Ressourcenverbrauchs, Gesundheit der Mitarbeiter und ein sich stetig verbessernder CO₂- Fußabdruck werden zunehmend zum Wettbewerbsfaktor, dessen Beachtung im Internetauftritt der Unternehmen immer breiteren Raum einnimmt.

Energieeinsparung, auch im Bereich der Beleuchtung, rechnet sich, ob mit eigener oder fremder Liquidität finanziert.

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Robert Reinermann

Zertifizierte Sicherheit fördert Vertrauen und schafft Nachhaltigkeit (Robert Reinermann, VdS Schadenverhütung)

Die Nutzung moderner IT zur Bewältigung von betriebswirtschaftlichen, logistischen und technischen Geschäftsprozessen in Unternehmen sowie der Anschluss an das Internet sind heute unabdingbare Erfordernisse („Erfolgsfaktoren“). Zunehmend spielen Reputation, Vertrauen, Image und Zuverlässigkeit eine wichtige Rolle. Das gilt für Mittelständler und Großunternehmen aller Branchen gleichermaßen.

Michael Schrader-Boelsche
Michael Schrader-Bölsche

IT-Sicherheit als Basis und Voraussetzung für das Energie-Daten-Management (Michael Schrader-Bölsche, IS4IT)

Mit der Digitalisierung und der Verbreitung von Sensoren und Steuerungssystemen im Rahmen des Energie-Managements werden die bekannten Risiken der Informationstechnologie in neue Bereiche getragen. Die fortlaufende Vernetzung und die automatisierte Verarbeitung der gewonnenen Daten wird mögliche Effekte im Guten wie im Schlechten verstärken und in der Realwelt Wirkungen zeigen, wie wir sie bisher von informationsverarbeitenden Systemen nicht kannten.

Ein digitales Energie-Management wird daher nur auf Grundlage einer “sicheren Infrastruktur”, d.h. einer sicheren Datenverarbeitung mit einem wirksamen Risikomanagement, und einer großen Transparenz hinsichtlich des Umfangs und der Nutzung der gewonnenen Daten möglich werden. Beides wird für den technischen Erfolg wie auch die gesellschaftliche Akzeptanz eine zwingende Voraussetzung sein.

Wir werden im Rahmen dieser Entwicklung nicht nur methodische sondern auch technische Standards für die Informationssicherheit benötigen. Diese müssen formal verankern und durchsetzen werden. Eine historische Parallele hierzu stellt die Einführung von technischen Überwachungsvereinen mit dem Aufkommen von Dampfmaschinen und dem dadurch verursachten Risiko von Kesselexplosionen dar.

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Nicolaus Deutsch

Energieeffizienz: Kosten senken – Werte schaffen (Nicolaus Deutsch, PricewaterhouseCoopers)

Energieaudits als Pflicht – Doch welcher Vorteil lässt sich daraus generieren? Energieeffizienz oder Energiekosteneffizienz – Worauf sollten Unternehmen setzen? Erfahrungen aus der Optimierung von Energiekosten und -Verbräuchen – Wie viel lässt sich einsparen?

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Dr. Georg Geyer

Kreative Energie ist mehr als Effizienz (Dr. Georg Geyer, Information Factory)

Energie – Effizienz in der Produktion ist ein wichtiges/relevantes Thema und ein Wachstumsfeld (z.B. zur kontrollierte Steuerung des Anfahrens von automatisieren Fertigungssystemen). Digitalisierung auf Effizienz zu reduzieren ist zu wenig. Digitalisierung ist gleichzeitig Chance und Bedrohung. Bei der Digitalisierung geht es um die Verschiebung der Prozess/System-Grenzen, Vernetzung auch von Technologien und letzendlich um das Schaffen von zusätzlichem Nutzen für Kunden, der die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen/Ingenieurabteilungen massgeblich beeinflusst.

Ein isolierter Fokus auf Effizienz birgt die Gefahr “kreative Energie” nicht auf zukunftsfähige Technologien und disruptive Anwendungen zu legen und so Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit auszuschalten. Innovationen sind typischerweise in ihrer Anfangsphase nicht “besonders effizient”. Siehe aktuelle Entwicklungen in der Automobil Branche:

Tesla <-> VW oder BMW, Daimler. Oder die Nutzung der Solar-/Windenergie.

Was nutzt es “Energie-Effiziente Verbrennungsmotoren und Getriebe” “Energie-Effizient” zu produzieren wenn diese zukünftig durch eDrives “von der Stange” ersetzt wird? Was machen wir dann mit unseren hochqualifizierten Ingenieuren spezialisiert auf Entwicklung und Produktion von Verbrennungsmotoren? Wodurch werden sich eDrive basierte Fahrzeuge zukünftig unterscheiden?

Effizienz (do the things right) muss also zwingend mit Selbst-Reflexion, analysieren, anpassen, handeln, lernen verknüpft werden (Do the right things).

Mehr Informationen zur ITandEnergy Podiumsdiskussion sowie zur Open Conference der IT2Industry finden Sie hier. 

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