Arbeitsmarktstudie: Welche Rolle spielt Industrie 4.0?

Wie wirken sich die Themen industrielles Internet der Dinge und Industrie 4.0 auf den Arbeitsmarkt aus? Dieser und weiterer Fragen ging die DEKRA Akademie in ihrem aktuellen Arbeitsmarkt-Report nach. Außerdem wurde untersucht, wie sich die Nachfrage bei Elektrotechnikern und Softwareentwicklern verändert.

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DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2015

Für den »Arbeitsmarkt-Report 2015« hat die Dekra Akademie im vergangenen Februar über 12.500 Stellenanzeigen aus elf deutschen Tageszeitungen, drei Online-Jobbörsen und einem sozialen Netzwerk hinsichtlich Trends und Anforderungen im Job ausgewertet.

Stellenprofile ohne Industrie 4.0

Überraschend war das Ergebnis im Hinblick auf das industrielle Internet der Dinge bzw. Industrie 4.0. Einerseits bestimmen diese Schlagwörter derzeit die Wirtschaft, andererseits haben es IoT-Fachbegriffe bisher noch nicht in die Stellenanzeigen geschafft. Einzige Ausnahme: Die Formulierung “Arbeitsprozesse verbessern” wurde in den Stellenanzeigen häufiger genannt (13,6%).

Laut Jörg Mannsperger, Mitglied des Vorstands der DEKRA SE und Geschäftsführer der DEKRA Akademie wird sich dies in den kommenden Jahren deutlich ändern: „Trotz der Konzentration auf die technischen Aspekte der Digitalisierung betrifft der Wandel Fachkräfte quer durch alle Hierarchie- und Qualifikationsebenen.“

Elektrotechniker bei Ingenieuren besonders gefragt

Neben der Digitalisierung spielte die Nachfrage nach einzelnen Berufsbilder eine wichtige Rolle der DEKRA Studie. Die Fachrichtung Elektrotechnik wird dabei innerhalb der Ingenieurdisziplinen am häufigsten gesucht, auch wenn der Abstand zu Kandidaten aus Maschinen- und Fahrzeugbau gegenüber dem Vorjahr kleiner geworden ist.

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DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2015

Im Gegensatz zu Industrie 4.0 spiegeln sich das steigende Durchschnittsalter, ein verändertes Informations- und Konsumverhalten sowie die weitere Digitalisierung bei bestimmten Berufsgruppen direkt wider.

Der Großteil der der offenen Stellen fällt auf das Gesundheitswesen (13,8 %). Die Elektroindustrie (Medizin-, Mess- und Regelungstechnik) belegt in diesem Jahr mit 13,1 % des Stellenaufkommens Platz Zwei.

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DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2015

IT-Berufe profitieren von Digitalisierung

Den zweithöchsten Anteil am Gesamtstellenangebot besitzen IT-Berufe: 30 Prozent aller IT-Jobangebote fallen auf Software-Entwickler. Darüber hinaus wird sich die Digitalisierung noch positiver auf diese Berufsgruppe auswirken.

Auch Wirtschaftsinformatiker genießen eine “deutlich höhere Nachfrage”, dank des Trends zur Digitalisierung: Für jede zehnte IT-Stelle benötigen Kandidaten gleichermaßen IT- und Wirtschaftswissen (2014: 5,7 %).

Mehr Informationen zum “Arbeitsmarkt-Report 2015” unter: www.dekra.com

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