Industrie 4.0: ITK- und Industrieunternehmen im Vergleich

Industrie 4.0 Modell
Digitalisierung durch Industrie 4.0

Das industrielle Internet der Dinge setzt die Verknüpfung von ITK-Unternehmen und der produzierenden bzw. fertigenden Industrie voraus. Wenn man beide Lager näher betrachtet, sind die Rahmenbedingungen und Erwartungen jedoch sehr unterschiedlich.

 

 

ITK-Unternehmen @ Industrie 4.0

Auf der einen Seite setzt die deutsche ITK-Branche sehr stark auf das industrielle Internet der Dinge: Wie eine aktuelle Studie des Bitkom belegt, bietet fast jedes dritte ITK-Unternehmen bereits Dienstleistungen und Produkte für Industrie 4.0 an. Ein weiteres Drittel plant solche Angebote. Insgesamt arbeiten somit sechs von zehn ITK-Unternehmen an Industrie-4.0-Lösungen. Darüber hinaus erhoffen sich über 30 Prozent der befragten Unternehmen steigende Umsätze.

Dennoch sehen deutsche ITK-Unternehmen bei folgenden Punkten im Hinblick auf Industrie 4.0 dennoch dringenden Handlungsbedarf:

  1. Öffentliche Förderung ist ausbaufähig
  2. Mangel an ausgebildeten Fachkräften für Industrie 4.0
  3. Fertigungsbetriebe setzen Industrie 4.0 nur zögerlich um
  4. Fehlender Breitbandausbau, um Industrie 4.0 umzusetzen
  5. Gefahr von Cyberattacken müssen minimiert werden

Industrieunternehmen@Industrie 4.0 

Industrie4_0
Verknüpfung IT und Idustrie

Dem gegenüber steht eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey zu Industrie 4.0 bei produzierenden und fertigenden Unternehmen. Zwar geben dort ebenfalls sechs von zehn Unternehmen an, gut auf das industrielle Internet der Dinge vorbereitet zu sein. Obwohl 91 Prozent die Digitalisierung der industriellen Produktion als Chance wahrnehmen und im Durchschnitt eine Produktivitätssteigerung von über 20 Prozent angenommen wird, investieren lediglich 14 Prozent der Unternehmen in konkrete Industrie 4.0 Maßnahmen. Außerdem geht jedes zweite Unternehmen in Deutschland davon aus, dass branchenfremde Konkurrenz, beispielsweise aus dem IT-Sektor, sein Kerngeschäft angreift. Zu den größten Herausforderungen der befragten Unternehmen zählen das Wissen der Mitarbeiter, Datensicherheit und einheitliche Datenstandards.

Für McKinsey ergeben sich aus der Befragung folgende Handlungsfelder für die Industrie:

  1. Datennutzung: Softwaregestützte, präzise Wartungsvorhersagen können beispielsweise helfen, Maschinen besser zu nutzen – und so die Produktivität um bis zu 30 Prozent steigern.
  2. Mitarbeiterqualifikation: Firmen müssen sich jetzt darum kümmern, Spezialisten für die Analyse großer Datenmengen zu finden und diese zu binden.
  3. Kundenbindung: Kontrolle strategischer Schnittstellen, um Kontakt zum Kunden zu halten und sich gegenüber Wettbewerb abzuheben
  4. Tempo erhöhen: Schnelle Updates und Produktverbesserungen nur mit schneller IT-Infrastruktur möglich
  5. Datensicherheit: Gefahr von Cyberattacken müssen bei Industrie 4.0 minimiert werden

Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Damit das industrielle Internet der Dinge ein Erfolg in Deutschland wird, sind die produzierenden und fertigenden Unternehmen gefordert, mehr in das Thema Industrie 4.0 zu investieren.

Eine Plattform, auf der ITK- und Industrieunternehmen von einander lernen und profitieren können, ist die IT2Industry. Sie findet vom 10. bis 13. November 2015 in München statt. Die Fachmesse mit begleitender Open Conference, stellt die Vernetzung von wichtigen Themen auf dem Weg zum industriellen Internet der Dinge in den Mittelpunkt: Produktion, Automatisierung, Informationstechnologie und IT-Sicherheit werden in einer Veranstaltung zusammengebracht. Mehr Informationen: www.it2industry.de

 

 

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