Größere Wertschöpfung durch neue IT-Services in der Produktion

Fraunhofer IOSB ESI Industrie40Für die Steuerung von Produktionsprozessen in der veränderten Landschaft von Industrie 4.0 dienen in erster Linie dafür bereitgestellte IT-Services und -Software. Doch damit nicht genug: Die entsprechenden Dienstleistungen können in der Kette der Wertschöpfung zusätzlich einen ganz erheblichen Beitrag für das gesamte Geschäftsmodell eines Anbieters im Bereich digital revolutionierter Produktion, beispielsweise im Anlagen- und Maschinenbau, leisten.

Die Ergebnisse der neuen europäischen Studie „Service Excellence 2014 [PDF] vom Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (Fraunhofer IOSB) zu Innovationen und Herausforderungen im industriellen Dienstleistungsbereich zeigt, welche Schlüsselkriterien die Entwicklung neuer Services der Informations- und Kommunikationstechnologie für Industrie 4.0 bestimmen.

Wertschöpfung durch neue IT-Services ergänzen

Unternehmen aller Branchen des Industriellen Internet of Things, deren Aussagen in die Studie eingeflossen sind – Medizintechnologie, Industrielle Messtechnologie und technische Instrumente, Informations- und Kommunikationstechnologie, Maschinen- und Anlagenbau sowie Software und Consulting, investieren etwa drei bis fünf Prozent weniger in neue geschäftliche Dienstleistungen als in neue Produkte. Immerhin sei der Bereich Produkt-Services zweieinhalb Mal profitabler als das Angebot von Produkten selbst. Die Investition in neue Dienstleistungen sei aber im Durchschnitt nur etwa halb so hoch wie in die Neuentwicklung von Produkten.

Wichtige Industrie 4.0-Handlungsfelder der IT und Produktion

Für Industrie 4.0 werden identifizierte Aktionsbereiche der IT-Industrie gegenüber dem Industriesektor der Produktion als unterschiedlich bedeutsam eingestuft. Für die Informationstechnologie sind demnach die Schaffung und das Ausschöpfen von Mehrwertdiensten (value added services) und höhere Produktivität (jeweils 65 Prozent) gleichermaßen am wichtigsten. Dahinter folgen mit Abstand die Datensicherheit (45 Prozent) und höhere Verfügbarkeit der Dienste (40 Prozent).
Für drei von vier Unternehmen der Produktionsindustrie, die an der Befragung teilgenommen haben, spielen allein die Mehrwertdienste die größte Rolle (73 Prozent). Gleich bedeutsam sind Handlungsfelder Datensicherheit sowie die bessere Service-Bereitstellung (beide 45 Prozent). Nur untergeordnet werden hinsichtlich von Ersatzteilen sowohl die Verringerung von Kosten als auch ein höherer Gewinn dadurch eingestuft. Der ökologische Aspekt einer Verringerung/Vermeidung von Abfallbelastungen spielt beinahe überhaupt keine Rolle.

Angebot von IT-Services in ganz Europa

In einigen europäischen Märkten ist bereits heute das Angebot von IT-Services besonders ausgeprägt. Demnach werden diese von Unternehmen, welche an der Befragung teilgenommen haben, besonders an deren Standorten (Mehrfachnennung möglich) in Deutschland (62 Prozent), mit deutlichem Abstand Spanien (38 Prozent), Frankreich (27 Prozent), Schweden, Schweiz und UK (24 Prozent) sowie in den Niederlanden (22 Prozent) angeboten.

Fraunhofer-Ausgründung zur Erforschung und Entwicklung von IT-Services 4.0

In diesem Zusammenhang hat das Fraunhofer IOSB mit Kooperationspartnern der Wirtschaft für Entwicklung und Angebot neuer Services kürzlich das Fraunhofer IOSB: Presse+Medien > Aktuelle Presseinfos > Europäisches Service Institut (ESI) (Europäisches Service Institut, ESI) gegründet.

Zu den ESI-Zielen schreibt das Fraunhofer IOSB in der entsprechenden ESI-Ankündigung:

Produktions- und Geschäftsprozesse sind zunehmend durch leistungsstarke industrielle IT und Software geprägt und werden letztlich zum bestimmenden Element der Produktivität. Damit rücken auch produktbegleitende sowie informations- und kommunikationstechnologisch-basierte Dienstleistungen immer stärker in den Fokus.

Bereits zur IT2Industry 2014 sprach Dr.-Ing. Olaf Sauer als Verantwortlicher im Geschäftsfeld Automatisierung des Fraunhofer IOSB in der Konferenzsession Industriesoftware zum Thema „Trends bei produktionsnaher Informationstechnik – wie sieht die IT für die Fabrik der Zukunft aus?“ und hatte zuvor hier im IT2Industry Blog unsere Fragen zum Industriellen Internet der Dinge beantwortet.

– Grafik / Credits: Fraunhofer IOSB

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