Was bedeutet der Begriff „Industrie 4.0“?

IT2I_Industrie4_0_aIndustrie 4.0 und Internet der Dinge befinden sich derzeit in aller Munde. Könnten Sie den Begriff kurz und knapp erklären? Damit dies in Zukunft kein Problem mehr für Sie darstellt, bieten wir Ihnen regelmäßig Begriffserklärungen zu den wichtigsten Schlagwörtern rund um Industrie 4.0.

Streng genommen gibt es aktuell keine eindeutige und allgemein gültige Definition von Industrie 4.0. Somit wäre dieser Blogeintrag aber schon beendet und weder für Sie noch für uns zufrieden stellend. Daher betrachten wir das Thema aus der Perspektive der Plattform Industrie 4.0 – ein Gemeinschaftsprojekt von BITKOM, VDMA und ZVEI.

Industrie 4.0 steht demnach für echtzeitfähige, intelligente, horizontale und vertikale Vernetzung von Menschen, Maschinen, Objekten und IKT-Systemen zum dynamischen Management von komplexen Systemen. Übersetzt bedeutet dies, dass zukünftig nicht mehr nur Menschen untereinander und mit Maschinen kommunizieren, sondern auch Maschinen und Fabrikeinheiten untereinander.

In diesem Zusammenhang fällt auch oft der Begriff “Internet der Dinge” bzw. im internationalen Raum “Internet Of Things” .

Charakteristisch bei der so genannten “vierten industriellen Revolution” ist, dass die Grenzenen zwischen analoger und digitaler sowie realer und virtueller Welt verschwinden. Maschinen entscheiden selbständig, Geräte kommunizieren untereinander, Anlagen und Werkzeuge können sich kurzfristig an Produkt- oder Produktionswünsche anpassen. Ziel in der Forschung, Planung und Umsetzung ist es, dass die Fortschritte, die in den Informations- und Kommunikationstechnologien bereits erreicht und in absehbarer Zukunft zu erwarten sind, für produktionstechnische Unternehmen genutzt werden.

Um auch den Begriff “vierte industrielle Revolution” einordnen zu können, skizzieren wir die ersten drei Meilensteine der Industrie:

Überblick_Industrie

1. Die Erfindung der Dampfmaschine Ende des 18. Jahrhunderts ermöglichte mechanische Produktionsanlagen (mechanischer Webstuhl).

2. Ende des 19. Jahrhunderts führte elektrische Energie zu arbeitsteiliger Massenproduktion (erste Fließbänder)

3. Eine große Weiterentwicklung der Automatisierung in der Produktion lieferte der Einsatz von Elektronik und IT zu Beginn der 1970er Jahre (speicherprogrammierbare Steuerungssysteme).

4. Die aktuelle “vierte Revolution” innerhalb der Industrie basiert auf cyberphysikalischen Systemen

Eine Einschätzung der Relevanz von Industrie 4.0 am Standort Deutschland, besonders Herausforderungen, Chancen und Risiken liefern die Ergebnisse aktueller Studien, die in der folgenden Präsentation zusammengefasst sind:

– Quelle: Infografik Industrie 4.0 von Competence Books

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